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Schmuck, Ornamente und Symbole im Fachwerk

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Andreaskreuz

Das Andreaskreuz als liegendes oder stehendes Kreuz in X-Form wird als Malkreuz, z.B. auf Computern und Taschenrechnern bis heute in seiner ursprünglichen Bedeutung genutzt. Aus technischer Sicht ist das Andreaskreuz ein Strebenkreuz.

Das "Andere Kreuz" war ursprünglich ein Zeichen für Mehrung, vielfache Mehrung, also die Multiplikation. Nach dem Verbot heidnischer Zeichen in der Zeit Karls des Großen erklärte man das "Andere Kreuz" zum "Andreaskreuz", das Zeichen für den am schrägen Kreuz gestorbenen Apostel Andreas.

In der christlichen Symbolik wird das X auch als Abkürzung und Symbol für Christus gebraucht.

Als Bezeichnung hat sich allgemein Andreaskreuz eingebürgert. Das Andreaskreuz kommt im Fachwerk ab der Mitte des 15. Jh. zunächst vereinzelt (1452 Kisterhaus Bad Hersfeld, 1457 Hann. Münden, 1498 Rathaus Wernigerode und Alte Hofhaltung Bamber, Ende 15. Jh.) und ab etwa 1530 häufig insbesondere in Mitteldeutschland zur Aussteifung in Form gekreuzter Lang- oder Kurzstreben, mehr aber noch insbesondere im 17. und 18. Jh. als Brüstungsschmuck aus gekreuzten Schmuckhölzern vor.

 



 
 

Fächerrosette
Besonders in Niederdeutschland erscheint im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts die Fächerrosette als Schmuckmotiv und übernimmt in den nachfolgenden Jahrhunderten eine beherrschende Rolle als Brüs-tungsschmuck. Der Ursprung wird sowohl in klassischen Muschelformen vermutet, aber auch in Symbolen für die Sonne.

 
 

Neidkopf
Zu den Übeln, gegen die man sich wehren musste, gehörten im Mittelalter nicht nur der "böse Blick" sondern auch der Neid. An Fachwerkhäusern brachte man deshalb "Neidköpfe" an, grimmig dreinblickende Köpfe oder Figuren, die den Neidern die Zunge herausstreckten.