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Fachwerk ARGE entwickelt Kompetenzzentrum für Klimaschutz in Fachwerkstädten

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Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte und das Freilichtmuseum Hessenpark werden ein vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördertes Kompetenzzentrum für Klimaschutz in Fachwerkstädten aufbauen.

Neu-Anspach/Fulda, den 19. Januar 2017. In Deutschland gibt es rund 2,4 Mio. Fachwerkhäuser - sie prägen die Kulturlandschaft und sind für viele Menschen der Inbegriff von "Gemütlichkeit". Die Hauseigentümer stehen bei Umbau- und Sanierungsmaßnahmen jedoch vor großen Herausforderungen: Die Energieversorgung in den Fachwerkquartieren und die Dämmung der Fachwerkgebäude entsprechen nicht den heute geltenden Standards. Um das von der Bundesregierung angestrebte Ziel einer vierzigprozentigen CO2-Reduzierung zu erreichen, müssen Maßnahmen zur Dämmung einzelner Fachwerkgebäude mit Lösungen zur Energieerzeugung für komplette Fachwerkquartiere gekoppelt werden.

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative entsteht nun ein "Kompetenzzentrum für Klimaschutz in Fachwerkstädten". Beteiligt sind neben der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte und dem Freilichtmuseum Hessenpark die Modellstädte Wolfhagen, Hannoversch Münden, Bleicherode und Schiltach. Ziel des Zentrums ist es, ein Netzwerk aus fachkundigen Partnern aufzubauen, welches sich dem Austausch und der Wissensvermittlung zum Thema Fachwerkhäuser und Klimaschutz widmet. Das Netzwerk wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert. Die Projektkosten betragen rund 350.000 Euro für die gesamte Laufzeit. Die Maßnahmen, die im Laufe der rund dreijährigen Projektphase entwickelt werden, sollen sich sowohl an Hauseigentümer als auch an Kommunen, Planer und ausführende Unternehmen richten.

Seit 40 Jahren bemüht sich die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e. V. darum, Fachwerkhäuser und Fachwerkstädte zu erhalten und zu fördern. Mit über 130 Mitgliedstädten ist die Arbeitsgemeinschaft dabei von Meersburg bis Stade quer durch Deutschland vertreten. So sollen nicht nur Bauwerke saniert, sondern vielmehr auch die Lebensqualität in den Städten verbessert werden.
Im Rahmen der drei Triennalen 2009, 2012 und 2015 konnten diese Ziele mit vielen Projekten bereits erfolgreich und vorbildlich umgesetzt werden.
Auch die drei neuen Projekte der ADF - "Kommunen innovativ - Bürgerfonds", "Kompetenzzentrum Klima" und "Integration und Qualifikation im Fachwerk" - verfolgen das Ziel, aktuelle Themen in und um das Fachwerk zu bearbeiten.
In das Projekt des Kompetenzzentrums für Klimaschutz in Fachwerkstädten bringt die Arbeitsgemeinschaft nicht nur die Erfahrungen aus den drei Triennalen ein, sondern auch frühere Untersuchungen und Beiträge, um auf der einen Seite den Fachwerkhausbesitzern möglichst günstige Energiequellen zu sichern und auf der anderen Seite Fachwerkhäuser insgesamt energiesparender auszustatten. Mit dem Aufbau eines bundesweiten Zentrums wird ein wichtiger Schritt zur Verstetigung dieser Arbeiten unternommen.

 

Ansprechpartner:

Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e. V., Propstei Johannesberg, 36041 Fulda, Tel.: 0661 3804439, E-Mail: info@fachwerk-arge.de
Projektleitung: Prof. Manfred Gerner

Freilichtmuseum Hessenpark, Laubweg 5, 61267 Neu-Anspach, Tel. 06081 588-202, E-Mail: elke.ungeheuer@hessenpark.de

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fachwerkstädte (ADF) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von rund 130 durch Fachwerk geprägte Städte. Die ADF stellt sich seit 2009 im Rahmen der Fachwerktriennalen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik dem Themenfeld Klimaschutz und unterstützt Kommunen bei der Vorbereitung und Durchführung von Klimaschutzinitiativen.
www.fachwerk-arge.de

Das Freilichtmuseum Hessenpark zeigt auf 65 Hektar den historischen Wandel der Lebens- und Arbeitsbedingungen auf dem Land und in Kleinstädten durch Sonder- und Dauerausstellungen, Vorführhandwerk, Theateraufführungen und Themenrundgänge. Im Umgang mit über 100 wiedererrichteten historischen Wohnhäusern, landwirtschaftlichen Gebäuden und Werkstätten entwickelt sich das Museum zu einem Zentrum für Fachwerksanierung und traditionelle Baustoffe.
www.hessenpark.de